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Tai Chi ist vor 350 Jahren in China in der Chen-Familie entstanden. Die Wurzeln dieser Übungen reichen jedoch viel tiefer. Tai-Chi-Bewegungen scheinen so alt wie die Menschheit zu sein, da sie in vielen Punkten den ursprünglichen Ausdrucksformen unseres inneren Wesens entsprechen. Eine wichtige Basis innerhalb der Entwicklung des Tai Chi in China bildet Qi-Gong mit seinen gezielten energiestärkenden Übungen. Die Bewegungen des Tai Chi sind so fließend und harmonisch, dass sie an einen Tanz erinnern. Dieser Tanz ruft bei vielen Menschen schon beim Betrachten inneren Frieden und Gefühle der Harmonie und Zeitlosigkeit wach. Tai Chi ist im wortwörtlichen Sinn „eine schöne Kunst". Die gesundheitlichen Wirkungen des Tai Chi sind vielfältig: Die Haltung der Wirbelsäule verbessert sich. Die Konzentrationsfähigkeit steigert sich. Das Gleichgewichtsgefühl wird geschult. Der Muskeltonus wird ausgeglichener. Die allgemeine Wahrnehmungsfähigkeit erhöht sich. Es entwickelt sich eine Sensibilierung für den eigenen Körper und seine Bedürfnisse, wodurch wieder eine Art Frühwarnsystem für Überlastungs- und Streßsituationen entsteht. Die Wirkungen werden auch oft bezeichnet als Verwurzelt-Sein, Zentriert-Sein, Harmonisierung der Lebensenergien yin und yang, Vermehrung des Chi, erhöhte Aufmerksamkeit, schnellere Reaktionen, Stärkung der Innenorgane, eine tiefe gleichmäßige Atmung. Weiterhin entstehen mehr Beweglichkeit und Flexibilität im Tun und Denken. Für viele Menschen ist es allein schon ein Genuß bei diesen schönen, weichen Fließbewegungen zuzuschauen. Die Ausübung der Übungen bewirkt eine tiefe Harmonisierung des menschlichen Wesens.
Es gibt verschiedene Tai-Chi-Stile und verschiedene Tai-Chi-Formen: Die Stile gründen meist auf verschiedene chinesische Familien, die diese Stile entwickelt und verfeinert haben. So gibt es:
Chen-Stil Yang-Stil Lee-Stil Wu-Stil Sun-Stil
Innerhalb der Familienstile sind dann verschiedene Formen entwickelt worden. So gibt es heute mehrere Formen, die sich auf die Familie Yang berufen:
Peking-Form 48er-Form nach Chen Mang Ching Die lange Ýang-Form
Die Lebendigkeit jeder Tai-Chi-Form korrespondiert sehr stark mit dem Aspekt des Chi-Flusses in der Form und dem Bewußtsein über die Kampfanwendungen der Form.
Bernd Mathieu lernte seit 1987 den Yang-Stil und studiert seit 2003 intensiv den kleinen Rahmen des Chen-Stils.
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